Stanisław Barszczak—Sie müssen wie die Engel für die Welt sein(1)—
Gestern kehrte ich von der wöchentlichen Wallfahrt nach Fatima. Nach Flugreisen von Krakau durch Brüssel nach Lissabon fand ich mich am Ende in Marienheiligtum in Fatima. Es begann den Monat Oktober, in dem wir zu Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz beten. Fatima ist eine portugiesische Stadt, von der die Welt im Jahre 1917 hörte, als drei kleine Kinder: Francisco, Jacinta und Lucia die Begegnung mit Gottesmutter erlebten. Eine Űberlieferung sagt, daß Maria ihnen bei der Erscheinung drei Geheimnisse offenbarte. Die katholische Kirche erkannte dieses Ereignis als Wunder erst im Jahre 1930 an. 1928-1953 wurde auf der Stelle der Erscheinungen die Basilika der Gottesmutter vom Rosenkranz errichtet. Dort sind auch die drei kleinen Hirten begraben. Francisco und Jacinta starben sehr früh und Lucia widmete Gott ihr ganzen langes Leben als Nonne. Sie starb am 13. Februar 2005 im Alter von 97 Jahren. Im Oktober 2007 wurde die Wallfahrtskirche in Fatima so gründlich umgestaltet, daß sie bald noch mehr Pilger annehmen kann. Am längsten dauerte der Bau einer neuen Kirche – der Dreifaltigkeitskirche. Der Verfasser der Konzeption von Modernisierung des Wallfahrtskirchekomplexes ist ein griechischer Architekt Alexandros Tombasis. Der moderne Komplex steht in der Entfernung von etwa 800 m von der früher erbauten Basilika der Gottesmutter vom Rosenkranz, wo sich die wundertätige Figur von Maria befindet. Vor dem neuerbauten Tempel stehen an beiden Seiten Denkmäler: vom Paul VI und vom knienden Johannes Paul II. Damit die historischen Orte mit dem heutigen Wallfahrtskomplex und der Stadt verbunden werden, hat man dem Gelände zwischen Cova da Iria (Ort der Erscheinungen, die heutige Wallfahrtskirche) und Aljustrel (das Dorf der Seher, heutzutage in den Grenzen von Fatima) den Status einer beschützten Zone gewährleistet. Da entstanden Stationen des Kreuzweges, und in Aljustrel selbst hat man originale Häuser von Lucia, Jacinta und Francisco erhalten. Ich war in ihrem Haus persönlich. Sie sind ein typisches Beispiel der alten Bebauung in den Bergen dieser Region und bereichern den kulturellen Wert der Stadt. Jedes Jahr kommen zum Wallfahrtsort in Fatima etwa 800 000 Pilger aus der ganzen Welt. Sie ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der Römisch-Katholischen Kirche. Den arabischen Namen „Fatima“ erhielt der Ort aufgrund einer Legende, wonach sich Fatima, die schöne Tochter eines maurischen Fürsten – ihrerseits benannt nach der Tochter des Propheten Mohammed – im 12. Jahrhundert aus Liebe zu einem christlichen Ritter habe taufen lassen und dort ihre letzte Ruhestätte gefunden habe. Wir kommen in die Mitte der Basilika im Jahr 1953 geweiht. Wir betrachten das Presbyterium. Als die Mutter Gottes die oben genannten Worte ausgesprochen hatte, öffnet sie die Hände. Das Strahlenbündel, das von dort ausging, schien in die Erde einzudringen. Wir sahen etwas, wie ein großes Feuermeer und in ihm versunken schwarzverbrannte Wesen, Teufel und Seelen in Menschengestalt, die fast wie durchsichtige Kohlen aussahen. Sie wurden innerhalb der Flammen in die Höhe geworfen und fielen wie Funken, die gewichtslos waren und doch nicht schwebten, in die große Glut zurück. Dabei stießen sie so entsetzliche Klagelaute und Schmerzens- und Verzweiflungsschreie aus, dass wir vor Grauen zitterten. Alsdann ließ Maria die drei Kinder einen Blick in die Hölle tun “Ihr habt die Hölle gesehen, auf welche die armen Sünder zugehen. Um sie zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen einführen.” Wenn man das tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet und der Friede wird kommen. Der Krieg (1914-1918) geht seinem Ende entgegen, aber wenn man nicht aufhört, den Herrn zu beleidigen, wird nicht lange Zeit vergehen, bis ein neuer noch schlimmerer beginnt. Wenn ihr eines Nachts ein unbekanntes Licht sehen werdet, so wisset, es ist das Zeichen von Gott, dass die Bestrafung der Welt für ihre vielen Verbrechen nahe ist: Krieg, Hungersnot, und Verfolgung der Kirche. Um das zu verhindern, werde ich kommen, damit man die Welt meinem Unbefleckten Herzen weihe und Sühnekommunion am ersten Samstag des Monats einführe. Pius X. hatte 5 Jahre vorher, am 13. Juni 1912 einen vollkommenen Ablass für einen Sühnesamstag bewilligt. “Wenn man meine Bitten erfüllt, wird sich Rußland bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird eine glaubensfeindliche Propaganda in der Welt ihre Irrtümer verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen hervorrufen. Viele Gute werden gemartert werden, der Vater wird viel leiden, mehrere Nationen werden vernichtet werden.” Und heute die Mutter Gottes sagt: “Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.” Maria zu den Kindern von Fatima: “Betet täglich den Rosenkranz, um Frieden für die Welt zu erlangen.” “Sagt allen, dass Gott seine Gnaden durch mein Unbeflecktes Herz gewähren will. Sagt den Menschen, sie mögen von mir Gnaden erbitten; sagt, dass das Herz Jesu mit dem Unbefleckten Herzen verehrt werden will. Die Menschen sollen mein Unbeflecktes Herz um den Frieden bitten! Denn Gott hat mir den Frieden anvertraut!” “Ich kann nicht länger die Hand meines göttlichen Sohnes davor zurückhalten, die Welt für ihre Verbrechen gerecht zu bestrafen. Kriege sind Stafen Gottes für die Sünden der Welt. Gott wünscht, dass in der Welt die Weihe an mein Unbeflecktes Herz verbreitet werde. Wenn die Menschen tun, was ich sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein!” Bereits 1916, also 1 Jahr vor den Erscheinungen von 1917 in Fatima, erschien den drei Hirtenkinder ein Engel, um das Kommen der Gottesmutter vorzubereiten…Erste Erscheinung vom Engel des Friedens: Im Frühjahr 1916 hüteten die Hirtenkinder ihre Schafe am Berge Cabeço, als sie über den Bäumen ein Licht, weisser als der Schnee, in Form eines durchsichtigen Jünglings, strahlender als ein Kristall im Sonnenlicht, erblickten. Er sagte: “Habt keine Angst, ich bin der Engel des Friedens! Betet mit mir.” Er kniete nieder und beugte sein Haupt bis auf die Erde. Die Kinder folgten seinem Beispiel und sanken ebenfalls auf die Knie. Da bete der Engel: “O mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, die nicht auf Dich hoffen, die Dich nicht lieben.” Dieses Gebet wiederholte der Engel dreimal. Danach erhob es sich und sagte er zu den Kindern:”So sollt ihr beten. Die Herzen Jesu und Mariens erwarten eure flehenden Bitten.” Die Kinder, denen das Gebet des Engels nicht mehr aus den Kopf ging, knieten nun oft auf den Boden nieder und wiederholten das Gebet, bis sie vor Erschöpfung nicht mehr konnten. Zweite Erscheinung vom Engel des Friedens: An einem Hochsommertag 1916 verbrachten die Kinder die Mittagspause im Schatten der Bäume, die den Brunnen im Garten hinter Lucias Elternhaus umgaben. Er sprach zu ihnen: “Was tut ihr? – Betet viel! Die Heiligen Herzen Jesu und Mariä haben mit euch Pläne großen Erbarmens. Bringt Gott dem Herrn ständig Gebete und Opfer dar!” “Wie können wir Opfer bringen?” fragte Lucia. Aus allem, und wie immer ihr es könnt, sucht ein Opfer der Sühne zu machen für die Sünden, durch die Er beleidigt wird, und ein Opfer der Bitte für die Bekehrung der Sünder. Ziehet so den Frieden auf euer Vaterland herab. Ich bin sein Schutzengel, der Engel von Portugal. Vor allem nehmt an und tragt geduldig die Leiden, die der Herr euch schicken wird.” Später sagte Lucia: “Von diesem Augenblick an begannen wir, dem Herrn alles Aufzuopfern, was Er uns leiden ließ. Wir suchten aber damals keine anderen Abtötungen und Bußübungen, als dass wir ganze Stunden damit verbrachten, zur Erde niedergeworfen das Gebet zu wiederholen, das der Engel und gelehrt hatte.”Geben Sie hier den gewünschten Absatzinhalt ein…Dritte Erscheinung vom Engel des Friedens: Es war Herbst, die Kinder waren wieder in der Grotte des Cabeco und beteten den Rosenkranz sowie das Gebet des Engels. Plötzlich umstrahlte sie ein Licht, und der Engel erschien den Kindern zum dritten Mal. Er hielt in der Hand einen Kelch und über den Kelch hielt er eine Hostie, aus der Blutstropen in den Kelch fielen. Dann ließ er die Hostie sowie den Kelch frei in der Luft schweben, kniete neben den Kindern nieder und betete dreimal:”Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Demut bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und dass Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.Danach erhob sich der Engel, nahm den Kelch und die Hostie an seine Hände. Die Hostie gab er Lucia, den Kelch gab er Jacinta und Francisco zu trinken.Dabei sprach er die Worte:”Empfanget den Leib und trinket das Blut Jesu Christi, der durch die Undankbarkeit der Menschen so schrecklich beleidigt wird. Sühnet ihre Sünden und tröstet euren Gott.” Am Sonntag, den 13. Mai 1917, waren die drei Hirtenkinder Lúcia de Jesus dos Santo, Francisco Marto, Jacinta Marto mit ihren Schafen in der Cova da Iria. Wie jeden Tag beteten die Kinder um die Mittagszeit kniend den Am Sonntag, den 13. Mai 1917, waren die drei Hirtenkinder Lúcia de Jesus dos Santo, Francisco Marto, Jacinta Marto mit ihren Schafen in der Cova da Iria. Wie jeden Tag beteten die Kinder um die Mittagszeit kniend den Rosenkranz. Danach bauten sie einen Steinhafen, als sie plötzlich ein Blitzstahl aufschreckte. Daraufhin trieben sie, aus Angst vor einem Gewitter, ihre Schafe heimwärts. Auf halben Weg, in der Nähe einer Steineiche wurden sie abermals von einem Blitzstrahl geblendet. “Wir erblickten über einer Steineiche eine Dame, ganz in weiß gekleidet, strahlender als die Sonne; sie verbreitetete ein helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.”Mit lieblicher, mütterlicher Stimme sagte die Dame: “Fürchtet euch nicht! Ich tue euch nichts zuleide!” Schließlich fasste Lúcia Mut und fragte die Dame:”Woher seid Ihr?” Maria: “Ich bin vom Himmel.”Lúcia: “Was wünscht Ihr von uns?”Maria: “Ich kam euch zu bitten, dass ihr in den folgenden sechs Monaten, jeweils am 13. jeden Monats zur selben Stunde wie heute, hierher kommt. Im Oktober werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich will. Ich werde danach noch ein siebtes Mal hierher zurückkehren.” Nach einem kurzen Augenblick des Schweigens wagte Lúcia wieder zu sprechen: “Ihr kommt vom Himmel? – Werde ich auch in den Himmel kommen?” Maria: “Ja, du wirst auch in den Himmel kommen.” Lúcia: “Und Jacinta?” Maria:
“Auch!” Lúcia:”Und Francisco?” Maria: “Er auch, aber vorher muss er noch viele Rosenkränze beten.” Lucia erkundigte sich noch nach zwei Mädchen von Aljustrel, die kurz vorher verstorben waren. Ihre Augen fingen an zu Tränen, als sie die Antwort erhielt, dass eines der beiden noch im Fegfeuer sei. Danach fragte die Dame: “Wollt ihr euch Gott darbringen, bereit jedes Opfer und alle Leiden zu ertragen, die Er euch schicken wird, zur Sühne für alle Sünden, durch welche die göttliche Majestät beleidigt wird, um die Bekehrung der Sünder zu erlangen, on denen so viele der Hölle zueilen, und als Genugtuung für die Flüche und alle übrigen Beleidigungen, die dem Umbefleckten Herzen Mariä zugeführt werden?” Im Namen aller drei antwortete Lúcia: “Ja, das wollen wir.” Maria sagte: “Ihr werdet bald viel zu Leiden haben, aber die Gnade Gottes wird euch helfen und wird euch die Kraft geben, die ihr braucht.” Mit den letzten Worten öffnete die Dame ihre Hände, die ein so geheimnisvolles Licht über die Kinder ausstrahlten, “so stark,” wie Lúcia sagt, “das es uns bis ins Innerste der Seele drang und wir uns selber in Gott sahen, deutlicher als man sich im reinsten Spiegel sehen kann.” “Dann warfen wir uns”, schreibt Lúcia später,”nieder auf die Knie, getrieben von einem unwiderstehlichen Drang und riefen aus innerster Seele: O Heilige Dreifaltigkeit, ich bete Dich an, mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im allerheiligsten Sakrament.” Am Ende sprach Maria eindringlich:”Betet täglich den Rosenkranz, um den Frieden für die Welt und das Ende des Krieges zu erlangen!” Daraufhin verschwand die Dame in einem hellen Licht. Zweite Erscheinung Mariens am 13. Juni 1917. “Cova da Iria” Heute steht hier die Capelinha (Erscheinungskapelle). An diesen Tag waren etwa 50 Menschen zur Cova da Iria gekommen. Um 12 Uhr Mittags erschien die “wunderbare Frau” an der gleichen Stelle über der niedrigen Steineiche. Lúcia fragte die Frau was sie wünsche: “Ich möchte, dass ihr am 13. des folgenden Monats wieder hierher kommt, dass ihr alle Tage den Rosenkranz betet und lesen lernt. Später sage ich euch, was ich wünsche.” Nachdem Lúcia nach den Wünschen der Erscheinung gefragt hatte, durfte sie selber Wünsche vorbringen. Sie bat aber nicht erst für sich oder ihre kleinen Begleiter, sondern sie bat für einen Kranken, den man ihr anempfohlen hatte. Die Frau sagte: “Er möge sich bekehren, dann wird er im Laufe des Jahres genesen.” Lúcia sagte: “Ich möchte Euch bitten, uns mit in den Himmel zu nehmen.” Darauf gab Maria zur Antwort: Ich werde bald kommen, um Jacinta und Francisco zu holen. Du aber musst länger hier unten bleiben. Jesus möchte sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben. Er will die Verehrung meines Unbefleckten Herzens in der Welt begründen; Wer sie übt, dem verspreche ich das Heil; diese Seelen werden von Gott bevorzugt werden wie Blumen, die ich vor seinen Thron bringe.” Lúcia fragte. “So muss ich allein hier unten bleiben?” Maria: “Nein mein Kind. Betrübt es Dich so sehr? Verliere nicht den Mut! Niemals werde ich dich verlassen, mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und der Weg, der dich zu Gott führen wird.” Lúcia schreibt später: Bei diesen Worten öffnete sie selige Jungfrau ihre Hände und ergoss zum zweiten Mal dieses durchdringende Licht über uns, in welchen wir uns selbst eingetaucht sahen in Gott. Es gingen Strahlen zurück nach oben zum Himmel, und in ihnen waren Francisco und Jacinta. Strahlen gingen zur Erde, und in ihnen war ich. Von der rechten Hand der Erscheinung sah man ein Herz, von Dornen umgeben, die es von allen Seiten verwundeten. Wir erkannten, dass es das Unbefleckte Herz Mariä war, das betrübt war wegen der unzähligen Sünden der Welt und Sühne und Buße verlangte.” Dritte Erscheinung Mariens am 13. Juli 1917: “Cova da Iria” Heute steht hier die Capelinha (Erscheinungskapelle). Mehrere tausend Personen warteten schon in der Mulde, manche von ihnen verbrachten dort die ganze Nacht und haben so die jeweilige spätere Sühnenacht auf den 13. des Monats eingeführt. Auf den Knien betete die Menge mit den Kindern den Rosenkranz. Nicht alle waren von den Erscheinungen überzeugt und standen allem misstrauisch und ablehnend gegenüber. Maria zeigte sich den Kindern wie an all den Tagen zuvor. Lúcia fragte: “Was wollt Ihr von uns?” Die Dame antwortete: “Ich will, dass ihr am 13. des kommenden Monats wieder hierher kommt; dass ihr fortfahrt alle Tage den Rosenkranz zu beten zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, um der Welt den Frieden und das Ende des Krieges zu erlangen – denn durch sie allein kann Hilfe kommen.” Lúcia bat: “Ich möchte Euch bitten, uns zu sagen, wer Ihr seid, und ein Wunder zu wirken, damit alle an die Erscheinungen zu glauben.” Die Dame sprach abermals: “Kommt weiterhin jeden Monat hierher. Im Oktober werde ich sagen, wer ich bin. Ich werde dann ein Wunder wirken, das alle sehen, um zu glauben.” Nachdem die Dame die Wünsche Gottes und deren Erfüllung verkündete, durfte Lúcia ihre Wünsche vorbringen. Lúcia bat um die Heilung eines Krüppels. Die Anwort ist scheinbar hart, aber sehr lehrreich. “Ich werde den Krüppel nicht heilen und ihn auch nicht von seiner Armut befreien; er soll lieber täglich mit der Familie den Rosenkranz.” Der Krüppel und seine Mutter starben im Dienste Gottes! Lúcia bat für einen Kranken, dessen Wunsch es war, bald in den Himmel zu gehen. Die Antwort war: “Er soll das nicht so eilig nehmen; ich weiß besser, wann es für ihn gut ist, ihn zu holen” Sicher wollte Maria, das der Mann noch zum Segen seines Umfeldes werde. Lúcia bat noch für die Bekehrung einer Familie und weiterer kranker Personen. Die Antwort der Lieben Frau war: “Im nächsten Jahr werden sie die erbetenen Gnaden erhalten, doch müssen sie den Rosenkranz beten.” Danach schärfte sie den Kindern wiederum ein: “Opfert euch für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und für die Beleidigungen, die dem Unbefleckten Herzen Mariä zugeführt werden.” Dann vertraute die Dame den Hirtenkindern ein dreifaches Geheimnis an, das Lúcia und Jacinta sehr deutlich hörten. Sie dürften es nur Francisco mitteilen…Aus Gehorsam gegenüber ihrem Bischof von Leiria hat Lúcia am 8. Dezember 1941 ihren entgültigen Bericht niedergeschrieben. Erst im Jahre 1942 hat die Kirche zwei von diesen Geheimnissen zum Heile der Seelen mitgeteilt. Das dritte Geheimnis von Fatima hat Lúcia in einem versiegelten Brief dem Bischof von Leiria, der ihn dem Papst Johannes XXIII. übermittelt, mit dem Wunsche Lúcias, ihn erst 1960 zu öffnen.Vierte Erscheinung Mariens am 19. August 1917: Valinhos. Am 13. August waren ungefähr 20.000 Menschen am Erscheinungsort Cova da Iria versammlt. Während man auf die Hirtenkinder gewartete, betete die Menge den Rosenkranz und sang Marienlieder. Doch die Kinder kamen nicht. Warum? Der Bezirkskommissar, Artur d’Oliveira Santos von Vila Nova de Qurém, ein verbissener Freimaurer, hatte am 13. August die Hirtenkinder in sein Haus entführt. Dort versuchte er sie mit allen Mitteln eines Betrugs zu überführen. Mit Schmeicheleien, Versprechungen, Drohungen und Quälereien versuchte er sie in Widersprüche zu verwickeln oder ihnen das Geheimnis zu entlocken. Am 15. August “Maria Himmelfahrt” brachte er die Hirtenkinder zum Pfarrer von Fatima mit dem Wunsch, sie den Eltern zurückzubringen. Als die wartende Menge erfuhr, dass die Kinder entführt wurden, wollte die empörte Menge zum Haus des Bezirkskommisars ziehen und Rechenschaft von ihm einfordern. Die Menge wurde aber gestoppt, als plötzlich zweimal ein starker Donner über die Cova da Iria grollte, zweimal ein Blitz um die niedrige Steineiche zuckte und eine kleine Wolke den Ort der Marienerscheinungen zehn Minuten lang umhüllte. Und siehe! Maria gab der Menge zum Trost die gewohnten wunderbaren Zeichen ihres gnadenvollen Kommens mitten unter sie. Viele glaubten jetzt erst recht an die Erscheinungen von Fatima. Am 19. August 1917 hielten die Freimaurer eine Protestversammlung gegen die “Komödie”der Erscheinungen ab. Am gleichen Tag belohnte die Muttesgottes die Hirtenkinder für ihre Treue, mit denen sie gegenüber den Feinden der Kirche Mariens Ehre und den heiligen Glauben verteidigt hatten. Den Hirtenkindern, die an diesen Tag ihre Schafe bei einem Ort “Valinhos” genannt hüteten, erschein plötzlich die heilige Jungfrau. Lúcia fragte: “Was wollt Ihr von mir?” Die Muttergottes antwortete: “Ich will, dass ihr am 13. des folgenden Monats wieder zur Cova da Iria kommt und das ihr weiterhin täglich den Rosenkranz betet; ich werde im letzten Monat ein Wunder wirken, damit alle glauben.” Weiter forderte sie erneut: “Betet, betet viel und bringt Opfer für die Sünder, denn viele kommen in die Hölle, weil sich niemand für sie opfert und für sie betet.” Lúcia bat wieder um das Wunder, worauf Maria antwortete: “Im letzten Monat werde ich ein Wunder wirken, auf das alle glauben. Hätte man euch nicht nach Vila Nova de Qurèm gebracht, würde das Wunder viel eindrucksvoller sein. Als Entschädigung wird auch der hl. Josef mit dem Jesuskind kommen, um der Welt den Frieden zu geben. Unser Herr wird kommen, um das Volk zu segnen, und Unsere Liebe Frau als schmerzhafte Mutter.” Von diesem Tag an beschlossen die Eltern Lúcias ihr Tochter alles zu glauben. Fünfte Erscheinung Mariens am 13. September 1917: Der sonnige Tag veränderte sich, als die Luft genau um die Mittagszeit bleich und glanzlos wurde, so dass die Sterne sichtbar wurden. Plötzlich schwebte langsam eine wunderschön leuchtende Kugel von Osten heran und ging auf die Steineiche nieder. Nach etwa 10 Minuten – die übliche Erscheinungszeit – stieg die Lichtkugel wieder empor und verschwand im Licht der Sonne. Und eine weiße Wolke umhüllte die Steineiche sowie die drei Hirtenkinder und es regnete wie weiße Blumen vom Himmel, die sich auf den Anwesenden sowie über dem Boden auflösend verschwanden. Erneut eiferte Maria die Kinder an: “Betet weiterhin täglich den Rosenkranz um das Ende des Krieges zu erlangen.” Dann versprach sie: “Am 13. Oktober werde Unsere Liebe Frau von den Schmerzen und vom Karmel sowie der Heilige Josef mit dem Jesuskind kommen, um der Welt den Frieden zu bringen, dass Jesus die Welt segnend erscheinen werde.” Weiter sprach sie: “Gott ist mit eurem Opfer zufrieden, aber er will nicht, dass ihr mit dem Bußstrick schlaft. Tragt ihn nur tagsüber.” Weiter bittet sie um die Anschaffung von zwei Prozessionsthronen und um den Aufbau einer Kapelle. Lucia bittet für einige Kranke. Die Antwort hieß. “Einige werde ich gesund manchen, die anderen nicht, weil der Herr sich ihnen nicht anvertraut.