Geschichte 80

Meldungen Ziel—-Ich bin da…Aber Ich würde hier gerne eine kleine Zäsur machen. Ich habe in unserem Haus eine sehr große Geborgenheit gespürt. Beide Eltern waren berufstätig, aber ich hatte auch Tante und Onkel, die aus der Nachbarschaft von Schlesien stammten und bei denen ich als kleines Kind sehr oft gewesen bin. Das war wirklich eine ganz starke Geborgenheit. Ich erinnere mich sehr positiv an meine Kindheit. Ein ganz entscheidendes Element in meiner Kindheit war sicherlich, dass meine Eltern obwohl in der Ferne zwar klare Regeln vorgegeben haben, ich aber nie geschlagen wurde. Mir wurde auch nie etwas verboten, ohne das Warum erklärt zu bekommen. Es wurde also diskutiert und mir wurden die Dinge erklärt. Und dann wurde auf meine Fähigkeit zur Einsicht gesetzt, die dann auch bis weit in die Pubertät hinein weitgehend vorhanden war. Für mich war das wirklich prägend in der Kindheit. Und ich muss sagen, es ist in Ząbkowice einfach auch schön: Ich habe diese Stadt und diese Gegend immer genossen. Nordöstlichen Schlesien ist also meine Heimat, dort fühle ich mich wohl. Ich genieße es allerdings auch, in Krakau zu sein: Ich verbringe heutzutage ein Drittel meiner Lebenszeit in der Stadt, das natürlich ganz anderes bietet als Ząbkowice. Aber ich könnte vermutlich niemals dauerhaft ausschließlich in einer Großstadt leben. Denn daheim bei mir ist es einfach zu schön…Wenn es um die “Tarifverhandlungen” mit dem Vater über die Höhe des Taschengelds geht, dann hat man es schwerer: Das musste ich alles zuerst
einmal durchkämpfen. Aber auch das hat mich für mein weiteres Leben geprägt. Bei uns kam noch etwas anderes hinzu, was entscheidend und prägend gewesen ist: Meine Mutter ist „sehr früh gestorben”. Da sie ohne Zweifel ein Engel auf Erden war, werde ich immer mit ihr so zu sprechen. Ich wollte meiner Mutter keinen Ärger machen. Kurz danach, und damit in einem sehr jungen Alter, wurde ich selbst sehr gestresst, „beladen und zuckerkrank”. Ich begann zu wichten von den Realitäten des Lebens, ich laufte von der Realität weg. Mit Bezug auf „den frühen Tod meiner Mutter” habe ich über meine eigene Krankheit einmal gesagt: “Ich wusste, ich muss das Leben nutzen. Eigentlich war die Erkrankung so gesehen eher ein positives Erlebnis.” Als ich damals krank geworden bin, ist für mich in den ersten ein, zwei Tagen zuerst einmal eine Welt zusammengebrochen. Man denkt, das Leben wäre nun vorbei. Ich habe dann aber im Krankenhaus, in dem ich gelegen bin, gesehen, wie viele Menschen mit wirklich dramatischen Schicksalen dort liegen. Meine Organismus Last, „ zuckerkrank”, heute ja wunderbar zu behandeln: Kein Mensch merkt mehr, dass ich „Diabetiker” bin. Ich bin durch diese Sache auch überhaupt nicht mehr belastet, außer dass ich fünf, sechs Mal am Tag den Zuckerwert messe und eine Insulinpumpe
mit mir herumtrage. Und ich muss mich halt an bestimmte Regeln halten beim Essen. Das ist aber keine Belastung im Vergleich zu den Erkrankungen, die viele, viele Menschen haben. Letztlich war es so, dass auch das mit ein Grund dafür war, nicht egoistisch zu werden und zu sagen:
“Ich muss jetzt mit aller Macht mein Leben nutzen, denn wer weiß, was morgen ist” – obwohl das ein Stück weit natürlich schon stimmt und auch so ist. Denn ich empfinde Religioner, die so tun, als
wären sie sozusagen nur funktionierende Maschinen, die Tag und Nacht ausschließlich fürs Gemeinwohl arbeiten, schon auch ein bisschen furchtbar. Ich finde, man muss schon auch selbst ein bisschen Spaß am Leben ausstrahlen, damit man glaubhaft vermitteln kann, dass man anderen Menschen Spaß bereiten bzw. ein angenehmes Leben ermöglichen möchte. Das heißt, es bringt einfach nichts, mit verbiesterter Miene in der Gegend herumzusitzen und darüber zu klagen, wie schlecht die Welt ist…Ich bin am 03. Januar 1961 in der Nord-Schlesien Stadt Tarnowskie Góry geboren. Groß geworden und aufgewachsen bin ich etwas 50 Kilometer davon entfernt in Ząbkowice. Wie bin ich aufgewachsen? Wie habe ich meine frühe Kindheit erlebt? Was habe ich geprägt? Zuvor meine Mutter in der Arbeit der Unternehmen zu Hause meines Vaters Gut unterstützt, war sie Hausangestellte, arbeitete sie auf dem Land, in dem Gebiet, fütterte die Kühe mit meinem Vater, der Professor an der Landwirtschaftlichen Universität in Krakau wurde. Als ich mit meiner Mutter lebte, hörte ich nur ein wenig von dieser Legende, die von meinem Vater umgeben, war er “Panoczek auf den Stumpf”. Als Dozentin an der Universität, oft verließ seine Wohnung in der Stadt, mit dem Auto unterwegs von Krakau nach Barwałd und zurück. Ich bewundere meinen Vater deswegen bis heute, wie er das alles hinbekommen hat. Natürlich haben wir auch Hilfe von außen bekommen, aber es war wirklich nicht einfach. Ich habe mich dann schon bemüht, ihm als Sohn nicht noch zusätzlichen Ärger zu machen. Ich war ein guter Schüler. Ich habe natürlich mitbekommen, dass er politisch engagiert ist, aber es war nicht so, dass wir zu Hause in irgendeiner Form besonders intensiv über Religion gesprochen hätten. Ich war dann also tatsächlich so brav, wie ich aussehe. Wenn man mal wieder so richtig in diesem Hamsterrad drin ist, dann
vergisst man so manche guten Grundsätze und Vorsätze. Das heißt, man muss sich immer wieder darum bemühen, sich auf sich selbst zu besinnen. Wenn man permanent eine 80-Stunden-Woche hat, wenn man zwei Jahre lang fast nur Gebetkampf gemacht hat, dann merkt man, dass man damit bis an eine Grenze gegangen ist und dass man sich klugerweise wieder darauf besinnen sollte, dass es im Leben auch noch etwas anderes gibt. Das heißt, man muss sich einfach auch mal ein paar Tage Zeit für sich selbst nehmen können. Für mich war es ein bisschen anders, als Sie es
dargestellt haben. Wie ich schon sagte, ich war ein guter Schüler. Ich habe vergessen, welche Note genau ich hatte im Abitur, aber ich hatte „das drittbeste” Abitur an unserer Schule. Heute
sind die Jugendlichen ja noch viel besser in der Schule, weil die Fixierung auf die Noten unheimlich zugenommen hat. Für mich selbst waren die Noten aber nie das Ausschlaggebende. Ich habe nach meiner Banklehre Jura studiert und bin dann dieses Studium ein Stück weit anders angegangen als üblich: Ich habe mich in meinem Studium sehr viel um das gekümmert, was mir interessant erschien, und nicht vorrangig um das, was ich für die Prüfung gebraucht habe. Ich habe mir das zwar trotzdem, so weit ich das gebraucht habe, angeeignet, aber in der Hauptsache ging es mir im
Studium schon darum, mich mit Sachen auseinanderzusetzen, die ich spannend fand. Ich habe daher in meinem Studium versucht, mir – immer auch im Zusammenhang mit Jura – darüber hinaus sehr viel Wissen in Philosophie, in Geschichte anzueignen. Das empfand ich als viel wichtiger und auch sehr viel spannender…Bei mir war es so, dass ich noch kurz vor dem Abitur nicht genau wusste, was ich machen soll. Soll ich studieren oder soll ich eine Lehre machen? Da war ich dann sehr konservativ in meiner Entscheidung, denn ich habe mir gesagt: Eine gute Ausbildung kann nie schaden, danach kann ich immer noch studieren, wenn ich will. Es hat mir dann wirklich richtig. Jetzt bin ich ein Priester und Glaubensgenossen. Spaß gemacht, mich auf diesem Gebiet auch mit den rechtlichen Fragen zu beschäftigen. Das Kreuz für mich ist ein wichtiges Symbol für das Christentum und dies ist auch für mich, und kein sinnentleerter Wandschmuck sei. Ich bin ein Teamspieler, ich glaube, dass man nur dann Erfolg haben kann, wenn man nicht wie ein König voranschreitet und sagt: “Ich bin der Chef und deswegen wird das so und so gemacht!” Ich finde, man muss stattdessen sehr gut zuhören, man muss viel Diskussion zulassen und się auch aktiv suchen. Man muss sich auch selbst fortentwickeln. Und trotzdem muss man meiner Meinung nach und aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe, an bestimmten Punkten auch sagen können: Das ist meine Überzeugung und ich glaube, wir müssen in diese Richtung gehen. Die Zeit ist gerast und wir sind bereits wieder fast am Ende unserer Sendezeit. Ich will noch einmal auf mich selbst persönlich zurückkommen. Als einen meiner Lieblingszitate habe ich einmal den Satz von Karl Marx genannt: “Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber
darauf an, sie zu verändern.” Wenn ich ein einziges Ziel nennen müsste, zu dem hin ich die Welt verändern wollte, welches wäre das? Es gibt schlechte amerikanische Filme, in denen es ständig um den Weltfrieden geht. Ich glaube, es ist ganz schwierig, auf Ihre Frage eine klare Antwort zu geben. Auch wenn das jetzt etwas abstrakt klingen mag, aber für mich ist es von zentraler Bedeutung, dass man Freiheit und Gerechtigkeit zu starker Geltung in der Realität verhilft, und zwar für viele Menschen, nicht nur für einige wenige. Das ist ein schönes Schlusswort. Ich darf mich ganz herzlich unser Gespräch mit drei Kurzbeschreibungen über mich beenden. Eine Brief-Magazin schrieb über mich: “Er ist fleißig, höflich und intelligent. Er ist der junge Held der Altlinken.” Eine Wochenzeitung notierte über mich: Er ist “einer, der die Gerechtigkeit liebt und das Rechnen, der das moralische Pathos eines Karl Wojtyla verbindet mit dem trockenen Sachverstand eines Joseph Tischner, in beidem ein Unbedingter.” Eine Tageszeitung schrieb über mich: “Stanisław Barszczak ist bekennender Schlesier. Eine Kombination, die in der Schöpfungsgeschichte eigentlich nicht vorgesehen war.” In jedem Fall ich basiere über die Lieferung von meiner Kirche “soft power” , dh die Fähigkeit christlichen Ziele ohne die christliche Volkspartei Medien Expansion zu erreichen oder zu kämpfen Amerikaner die Lufthoheit über die “Äther” zur Unterstützung des Journalismus ist nicht so sehr wie gerufen. Ziel Nachrichten für die moderne Welt, das ist meine Hauptaufgabe.
Und wer bin ich, es noch offen zu legen, und nur Sie als meine Leser das werden sehen.(Geschichte Lizenz des Autors von Stanisław Barszczak)

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